Wo ist die Reitkunst - Ein neuer Blick auf die alten Meister

Vorwort Dr. med.vet. Hiltrud Straßer

Vorwort Autorin

Einleitung

Kapitel I: Wer waren die alten Meister?

Kapitel II: Bewusstseinsänderung. Warum wir uns ändern.

Kapitel III: Warum gibt es Leute, die dem Althergebrachten folgen, warum leben manche eher in der Zukunft und manche eher in der Vergangenheit?

Was bedeutet das für die Weiterentwicklung?

Kapitel IV: Wie sehe ich das Pferd, wie beeinflusst das meine Weiterentwicklung?

Kapitel V: Ängste, Frust, Schmerz - was heilt das Pferd bei mir?

Nachtrag

Wo stammen die heitigen Praktiken im Umgang mit dem Pferd her?

Der primitive Geist des Menschen

Autorin

Literaturverzeichnis

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Geliebte Leserin, geliebter Leser,


auf den ersten Blick treffen in diesem Buch zwei verschiedene Themen aufeinander. Gar unvereinbar erscheinen sie vielleicht. Was haben nur die alten Meister mit der Bewusstseinsänderung zu tun oder ihre Ausbildungsmethoden mit den eigenen Gefühlen?


Viellicht mehr als wir im ersten Moment denken würden.
In unserer Reitgesellschaft existiert ein bestimmtes Bild über diese alte Meister. Menschen, die sich mit der Reitkultur beschäftigen, kommen um sie nicht herum. Viele bekannte Reiter und Trainer ahmen diese alten Meister nach und die klassische Reitlehre wird verehrt als eine gute Ausbildungsmethode für das Pferd. Es gibt unzählige Reitschulen, die das Geradebiegen der Pferde wie auch ein „humaneres“ Reiten lehren möchten. Den Reitern, die sich um das Wohl des eigenen Pferdes sorgen, wird mit dem klassischen Reitausbildung suggeriert, dass sie das Pferd nicht nur gut behandeln, sondern das sie ihm sogar etwas Gutes tun und sein Körper „gymnastizieren“. Wir treffen hier auf ein Weitergeben und Hochhalten einer veralteten Praktik, die mit dem neuen Bewusstsein der Menschen kollidiert. Durch die Bewusstwerdung rücken die Ausbildungsmethoden der alten Meister in ein neues Licht, wie auch die fehlende Basis in dem Wissen um das Pferd sichtbar wird, auf der die klassische Reiterei aufgebaut ist.



Zum Aufwachen gehört auch, dass man sich selbst hinterfragen und in sich selbst erforschen kann. Was genau habe ich bisher gemacht? Was genau weiß ich über die alten Meister, was verfolge ich? Was genau möchte ich erreichen und warum? Bin ich in einem Netz meiner Wahrnehmung gefangen, die mir von den anderen auferlegt worden ist oder weiß ich ganz genau was ich tue weil mein Pferd mit mir kommuniziert? Kann sich meine Wahrnehmung so ändern, dass ich mein Tun mit dem Pferd plötzlich in einem ganz anderem Licht sehe? Und wenn das so ist, auf welcher Basis um Himmelswillen habe ich bisher meiner Arbeit mit dem Pferd gegründet?



Geliebte Leserin, geliebter Leser, wenn etwas vom Herzen kommt, dann ist das unerschütterlich. Viele von uns haben den Grundsätzen der klassischen Reitkunst gefolgt, weil wir überzeugt waren, dass wir unseren Pferden damit nicht weh tun. Durch die neue Sichtweise, neue Informationen und vor allem durch den neuen Umgang mit dem Pferd, wurden diese Überzeugungen erschüttert. Auf einmal kommunizieren wir aus dem Herzen mit unseren Pferden und wir können so viel mehr sehen. Auf einmal kommen wir zu der wahren Basis, zu dem wahren Kern der Pferde und damit auch zu dem wahren Kern in uns selbst. Es ist eine Entwicklung in uns selbst, die uns dazu führt.



Die Inhalte, die ich in diesem Buch vermittele, sind nicht aktuell in meinem Leben. Aus dem Grund kann ich sie distanziert betrachten und die Zusammenhänge erkennen. Mein Weg hat weg von diesem allem geführt, hin zu dem Pferd als Wesen und Persönlichkeit, zu den Wildpferden und Tierkommunikation. Dieses Buch habe ich geschrieben, weil ich ein solches Buch in der Pferdeliteratur vermisse und die damit verbundene Zusammenhänge zu einem selbst als Reiter und als Mensch. Der erste Teil ist vor ein paar Jahren entstanden, als ich mich intensiv mit den alten Reitmeistern beschäftigt habe und mir alle diese Ungereimtheiten aufgefallen sind. Der zweite Teil hat mehr mit den Erkenntnissen der letzten Jahre zu tun.



Ich hoffe, den Menschen mit diesem Buch eine andere Sichtweise über die alten Meister und der Entstehung der Reiterei zu geben wie auch das Verständnis, woher unser heutige Umgang mit dem Pferd stammt. Und auch die Reiter, die die klassische Reitweise praktizieren, zum Nachdenken über den Ursprung dieser anzuregen. Vor allem aber hoffe ich, die Reiter zum Nachdenken über sich selbst anregen und über die wahren Gründe und Verstrickungen, die den Menschen zu einem bestimmten Umgang mit dem Pferd treiben.



Je mehr wir versuchen, das Pferd (und unser Leben) unter Kontrolle zu bekommen, desto anstrengender wird es. Wenn wir auf unser Herz hören, dann lernen wir zu vertrauen, vor allem uns selbst. Es ist die Liebe, die uns führt und uns den Weg zeigt. Das Bedürfnis zu kontrollieren kommt aus der Angst, das Vertrauen kommt aus der Liebe. Lasst uns auf dem Weg der Liebe wandern.

Herzlichst Ihre Maksida Vogt